Vollwärmeschutz fachgerecht geplant und montiert

Wärmedämmung mit WDVS

Vollwärmeschutz, der zum Gebäude passt: vom Dämmstoff über die Anschlussdetails bis zur fertigen Oberfläche aus einer Hand.

Überblick

Dämmen, armieren, verputzen: ein System, ein Ansprechpartner

Ein professionell ausgeführter Vollwärmeschutz spart Energiekosten, erhöht den Wohnkomfort und schützt Ihre Bausubstanz nachhaltig. Wir planen und montieren Wärmedämmverbundsysteme fachgerecht und individuell auf Ihr Gebäude abgestimmt, inklusive Oberflächenbeschichtung und Anschlussdetails.

Ein WDVS ist ein aufeinander abgestimmtes System: Kleber, Dämmplatte, Dübel, Armierung mit Gewebe und Oberputz stammen aus einem zugelassenen Aufbau und werden nach dessen Vorgaben verarbeitet. Über die Lebensdauer entscheiden vor allem die Details: saubere Anschlüsse an Fenster, Fensterbänke, Sockel und Dach, damit kein Wasser hinter die Dämmung gelangt.

Wir arbeiten für Hausbesitzer und Eigentümergemeinschaften ebenso wie für öffentliche Auftraggeber, Bauträger und Gewerbe, mit festen Ansprechpartnern von der Beratung bis zur Abnahme.

Im Querschnitt

So ist ein Wärmedämmverbundsystem aufgebaut

Ein WDVS besteht aus mehreren Schichten, die als geprüftes System zusammenwirken. Wählen Sie eine Schicht, um mehr zu erfahren.

in WDVS meist schwer entflammbar

EPS (Polystyrol)

Der am häufigsten verwendete Dämmstoff im WDVS: leicht, formstabil und gut zu verarbeiten.

Wärmeleitfähigkeit λ
ca. 0,032 bis 0,040 W/(m·K), typisch
Stärken
Gute Dämmwirkung bei geringem Gewicht, wirtschaftlich, auch als Variante mit verbesserter Dämmwirkung (grau).
Zu beachten
Brennbar: je nach Gebäude sind Brandriegel aus Mineralwolle nötig. Kaum Beitrag zum Schallschutz.
nichtbrennbar

Mineralwolle

Steinwolle als Platte oder Lamelle. Erste Wahl, wenn hohe Anforderungen an den Brandschutz gelten.

Wärmeleitfähigkeit λ
ca. 0,035 bis 0,040 (Platten), Lamellen etwas höher W/(m·K), typisch
Stärken
Nichtbrennbar, diffusionsoffen, verbessert den Schallschutz der Außenwand.
Zu beachten
Schwerer als EPS, Platten werden in der Regel zusätzlich gedübelt. Muss bei der Montage trocken bleiben.
normal entflammbar

Holzfaser

Dämmplatten aus Holzfasern für Bauherren, die auf nachwachsende Rohstoffe setzen.

Wärmeleitfähigkeit λ
ca. 0,040 bis 0,055 W/(m·K), typisch
Stärken
Nachwachsender Rohstoff, diffusionsoffen, speichert Wärme und verbessert den sommerlichen Hitzeschutz.
Zu beachten
Brennbar, daher nicht für jede Gebäudehöhe zulässig. Dicker als EPS bei gleicher Dämmwirkung.
mineralisch

Mineraldämmplatte

Mineralische Platte, zum Beispiel aus Kalziumsilikathydrat, faserfrei und rein mineralisch.

Wärmeleitfähigkeit λ
ca. 0,045 W/(m·K), typisch
Stärken
Rein mineralisch, faserfrei, diffusionsoffen. Die Brandklasse ist je Produkt zu prüfen.
Zu beachten
Bei gleicher Dämmwirkung dicker als EPS oder Mineralwolle, empfindlicher bei Transport und Verarbeitung.

Je kleiner λ, desto besser dämmt der Stoff. Um den gesetzlichen Wert von U 0,24 W/(m²K) zu erreichen, nennt die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur typische Dicken von etwa 14 cm (λ 0,035) bis 18 cm (λ 0,045); die genaue Dicke hängt von Ihrer Wand ab und wird berechnet. Richtwerte, maßgeblich sind der Bemessungswert des Produkts und die Einstufung des zugelassenen Gesamtsystems. Quellen: ThEGA-Faktenblatt Dämmstoffe (05/2025), Baunetz Wissen, Stand Oktober 2026.

Brandschutz

Brandschutz beim WDVS: die Grundsätze

Ein WDVS ist ein geprüftes System. Welche Dämmstoffe an welchem Gebäude zulässig sind und welche zusätzlichen Maßnahmen nötig sind, regeln die Bayerische Bauordnung und die bauaufsichtliche Zulassung des Systems.

  • Die Anforderungen steigen mit der Höhe des Gebäudes: bis 7 m genügen normal entflammbare Systeme, bis 22 m sind mindestens schwer entflammbare nötig, darüber nichtbrennbare.
  • Bei EPS-Dämmung über 100 mm Dicke sind Schutzmaßnahmen gegen einen Brand aus dem Raum nötig, etwa umlaufende Brandriegel aus nichtbrennbarer Mineralwolle oder ein Sturzschutz über den Öffnungen.
  • Zum Schutz vor einem Brand vor dem Gebäude sitzt ein Sockelbrandriegel am unteren Systemabschluss, höchstens 0,9 m über dem Gelände, weitere folgen in den unteren Geschossen.
  • Die genaue Lage und Ausführung der Brandriegel ergibt sich aus der Zulassung des jeweiligen Systems.
  • Brennbares vor der Fassade, etwa Müllcontainer oder Holzlager, sollte Abstand zur gedämmten Wand haben.

Quellen: Baunetz Wissen, Brandschutz bei WDVS; Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM), Technische Systeminformation WDVS und Brandschutz, 03/2018. Allgemeine Grundsätze, Stand Oktober 2026.

  • Dämmplatten (EPS)
  • Brandriegel aus Mineralwolle
  • Sockeldämmung
Schema zur Veranschaulichung. Lage und Anzahl der Brandriegel richten sich nach Gebäude und Systemzulassung.

Fensteranschluss

Anputzleisten und vorkomprimierte Dichtbänder verbinden Putz und Fensterrahmen schlagregendicht und lassen Bewegungen zu.

Fensterbank

Fensterbänke werden mit Gefälle, seitlichen Abschlüssen und Dichtband eingebaut, damit kein Wasser hinter die Dämmung läuft.

Sockel

Im Spritzwasser- und Erdbereich kommen feuchteunempfindliche Sockeldämmplatten und ein abgedichteter Sockelputz zum Einsatz.

Dach und Ortgang

Der obere Abschluss wird vor Regen geschützt, meist durch einen ausreichenden Dachüberstand oder eine Blechabdeckung.

Befestigungen

Für Markisen, Leuchten oder Briefkästen setzen wir vorab Montageelemente, damit später keine Wärmebrücken oder Risse entstehen.

Gesetz

GModG (vormals GEG)

Seit dem 29.07.2026 heißt das Gebäudeenergiegesetz Gebäudemodernisierungsgesetz. Wird eine Außenwand gedämmt oder ihr Außenputz erneuert, muss sie in der Regel einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) erreichen (Wohngebäude).

Ausnahmen
Unter anderem Änderungen an höchstens 10 Prozent der Außenwandfläche, Wände, die nach dem 31.12.1983 unter Einhaltung der damaligen Energiesparvorschriften errichtet oder erneuert wurden, und technisch begrenzte Dämmdicken.
Zuschuss

BEG Einzelmaßnahmen (BAFA)

Für die Dämmung der Gebäudehülle an Wohngebäuden nennt das BAFA einen Fördersatz von 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) kommen 5 Prozent hinzu, seit dem 21.07.2026 allerdings nur noch ab einer Mindestinvestition.

Wichtig
Antrag vor Auftrag: Der Zuschuss muss vor Beginn des Vorhabens beantragt werden. Ein Energieeffizienz-Experte ist einzubinden.
Quelle
BAFA, Gebäudehülle, Stand Oktober 2026
Steuer

Steuerermäßigung nach § 35c EStG

Alternativ zum Zuschuss können Selbstnutzer 20 Prozent der Aufwendungen über drei Jahre verteilt von der Steuerschuld abziehen. Das Gebäude muss bei Beginn älter als zehn Jahre sein, die Arbeiten führt ein Fachunternehmen aus.

Wichtig
Nicht mit einer öffentlichen Förderung für dieselbe Maßnahme kombinierbar. Nötig ist eine Bescheinigung des Fachunternehmens nach amtlichem Muster.
Quelle
§ 35c EStG, Stand Oktober 2026

Förderbedingungen ändern sich regelmäßig. Die Angaben sind eine allgemeine Orientierung ohne Gewähr und ersetzen keine Förder- oder Rechtsberatung. Bitte prüfen Sie die aktuellen Konditionen beim Fördergeber und mit Ihrem Energieeffizienz-Experten, bevor Sie einen Auftrag erteilen. Eine Liste von Experten finden Sie unter energie-effizienz-experten.de.

  1. Schritt 1

    Bestand prüfen

    Wir sehen uns Untergrund, Wandaufbau und vorhandene Anschlüsse vor Ort an und nehmen Aufmaß.

  2. Schritt 2

    System festlegen

    Dämmstoff, Dämmdicke, Brandschutzdetails und Oberfläche legen wir gemeinsam fest, auf Wunsch zusammen mit Ihrem Energieberater oder Planer.

  3. Schritt 3

    Vorbereiten

    Fenster und Flächen werden geschützt, der Untergrund vorbereitet und das Sockelprofil gesetzt. Das Gerüst nach Absprache.

  4. Schritt 4

    Dämmung montieren

    Die Dämmplatten werden im Verband geklebt und je nach System gedübelt. Anschlüsse an Fenster und Dach erhalten Dichtbänder.

  5. Schritt 5

    Armieren und verputzen

    Auf die Armierung mit Gewebe folgt der Oberputz in der gewählten Struktur und Farbe.

  6. Schritt 6

    Abnahme

    Gemeinsame Begehung, Dokumentation und Übergabe der fertigen Fassade.

Für Privatkunden

Sie möchten Ihr Haus dämmen und dabei Heizkosten senken? Wir beraten Sie zu Dämmstoff, Oberfläche und Ablauf und stimmen uns auf Wunsch mit Ihrem Energieberater ab. Den Förderzuschuss beantragen Sie vor der verbindlichen Auftragserteilung, für die Steuerermäßigung stellen wir auf Wunsch die Bescheinigung als Fachunternehmen aus.

Informationen für Hausbesitzer

Für Auftraggeber und Ausschreibungen

Für Schulen, Verwaltungsbauten und Wohnanlagen kalkulieren wir WDVS-Leistungen nach Leistungsverzeichnis und stimmen Brandschutzdetails, Bauabschnitte und Termine mit Bauleitung und Planern ab. Aufmaß, Nachträge und Regieberichte dokumentieren wir nachvollziehbar.

Informationen für Auftraggeber
Gedübelte Dämmplatten eines Wärmedämmverbundsystems an einer Fassade, darüber die Gerüstlage
WDVS-Baustelle der Starlux GmbH: Dämmplatten mit Dübeln (Theodor-Heuss-Gymnasium)
Eingerüstete Häuserzeile an einer Straße während der Fassadenarbeiten
Baustelle der Starlux GmbH: eingerüstete Fassade
Stuckateur glättet eine frisch verputzte Wand mit dem Spachtel

Häufige Fragen

Fragen zu Wärmedämmung (WDVS)

Lohnt sich eine Fassadendämmung bei einem älteren Haus?

Bei ungedämmten Außenwänden geht ein spürbarer Teil der Heizwärme über die Fassade verloren. Ein WDVS senkt diese Verluste, macht die Innenwände wärmer und damit behaglicher und schützt das Mauerwerk vor Witterung. Besonders sinnvoll ist die Dämmung, wenn der Putz ohnehin erneuert werden muss, weil Gerüst und Vorarbeiten dann nur einmal anfallen.

Welcher Dämmstoff ist der richtige für mein Haus?

Das hängt von Gebäudehöhe, Brandschutz, Untergrund und Ihren Wünschen ab. EPS ist leicht und dämmt gut, Mineralwolle ist nichtbrennbar und verbessert den Schallschutz, Holzfaser ist ein nachwachsender Rohstoff. Für den gesetzlichen Wert sind je nach Dämmstoff häufig etwa 14 bis 18 cm Dämmung nötig (Quelle: ThEGA-Faktenblatt Dämmstoffe, 05/2025). Wir erklären Ihnen die Unterschiede und empfehlen ein passendes System.

Kann ich während der Arbeiten im Haus wohnen bleiben?

Ja. Die Arbeiten finden an der Außenseite statt. Zeitweise sind Fenster abgeklebt und das Gerüst steht vor dem Haus. Wir stimmen die Abschnitte so ab, dass Sie möglichst wenig eingeschränkt sind.

Wie lange dauert die Montage eines WDVS?

Das hängt von Fläche, Anzahl der Fenster und Anschlüsse sowie vom Wetter ab. Kleber, Armierung und Oberputz brauchen Trocknungszeit, und bei Frost oder Regen wird nicht verputzt. Einen realistischen Zeitplan erhalten Sie mit dem Angebot nach dem Vor-Ort-Termin.

Warum bilden sich auf manchen gedämmten Fassaden Algen?

Die Oberfläche einer gedämmten Fassade wird kaum noch von innen erwärmt und kühlt nachts stärker ab. Dadurch bleibt sie länger feucht, was Algen begünstigt. Dachüberstände, ein passender Oberputz und eine durchdachte Detailplanung verringern das Risiko.

Gibt es eine Förderung für die Fassadendämmung?

Ja, entweder als Zuschuss über das BAFA (Bundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen) oder als Steuerermäßigung nach § 35c EStG, aber nicht beides für dieselbe Maßnahme. Den Zuschuss beantragen Sie vor der verbindlichen Auftragserteilung, ein Energieeffizienz-Experte ist Pflicht. Stand Oktober 2026, bitte prüfen Sie die aktuellen Bedingungen beim Fördergeber.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an unter 0911 6437898 oder sehen Sie in unsere häufigen Fragen.

Innenputz

Saubere Oberflächen für Wände und Decken

Stuckarbeiten

Profile, Gesimse und Details mit Handwerk

Ihr Vorhaben: Wärmedämmung (WDVS)?

Beschreiben Sie kurz Objekt, Fläche und gewünschte Leistung. Wir melden uns zeitnah und persönlich bei Ihnen.