Schutz und Gesicht Ihres Gebäudes

Außenputz und Fassade

Der Außenputz ist Visitenkarte und Wetterschutz zugleich. Wir wählen Putzsystem, Struktur und Farbe passend zu Architektur und Umgebung.

Überblick

Schutz und Gesicht Ihres Gebäudes

Der Außenputz ist nicht nur die Visitenkarte Ihres Hauses, sondern auch ein wichtiger Schutz gegen Witterungseinflüsse. Wir bieten langlebige und ästhetische Außenputzlösungen, abgestimmt auf Architektur und Umgebung.

Ein guter Außenputz hält Schlagregen ab und lässt Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk trotzdem wieder nach außen. Er muss zum Untergrund passen: Ein Altbau aus Ziegel stellt andere Anforderungen als ein Neubau oder eine gedämmte Fassade. Struktur und Farbe prägen dazu das Bild der ganzen Straße.

Wenn Ihre Fassade bereits Schäden zeigt, ist eine Instandsetzung oft der wirtschaftlichere Weg als ein kompletter Neuverputz. Wir sehen uns den Zustand an und empfehlen, was nötig ist.

Mineralischer Putz

Kalk-, Kalkzement- oder Zementputz nach DIN EN 998-1, als Unterputz, Edelputz oder Kratzputz. Der Klassiker an Bestandsgebäuden und auf Mauerwerk.

Stärken
Sehr diffusionsoffen, nichtbrennbar, durch seine Alkalität wenig anfällig für Algen.
Zu beachten
Farbtöne meist über einen Anstrich, bei Witterung während der Verarbeitung empfindlich.

Silikatputz

Mit Kaliwasserglas gebunden, an Fassaden meist als Dispersions-Silikatputz. Verbindet sich mit mineralischen Untergründen fest.

Stärken
Diffusionsoffen, witterungsbeständig, natürlich wenig anfällig für Bewuchs.
Zu beachten
Braucht einen mineralischen Untergrund. Die Farbauswahl ist begrenzter als bei Silikonharz.

Silikonharzputz

Mit Silikonharzemulsion gebunden. Weit verbreitet auf Wärmedämmverbundsystemen.

Stärken
Stark wasserabweisend und trotzdem diffusionsoffen, große Farbauswahl, Schmutz haftet schlechter.
Zu beachten
Bei stark beschatteten Fassaden auf die Algenvorsorge achten.

Daneben gibt es Dispersions- oder Kunstharzputze (Putze mit organischen Bindemitteln nach DIN EN 15824). Sie sind widerstandsfähig und wasserabweisend, aber weniger wasserdampfdurchlässig. Das sind allgemeine Eigenschaften; welches System zu Ihrem Gebäude passt, entscheidet sich am Untergrund.

Kratzputz

Wird dick aufgetragen und nach leichtem Anhärten, meist am Folgetag, mit dem Nagelbrett gekratzt. Ergibt eine gleichmäßig raue, matte Oberfläche, typisch für mineralische Edelputze.

Reibeputz

Der frische Putz wird mit dem Reibebrett kreisend bearbeitet. Größere Körner hinterlassen dabei Spuren, die Korngröße bestimmt die Tiefe der Struktur.

Scheibenputz

In Kornstärke aufgetragen und mit der Scheibe gleichmäßig verrieben. Ruhiges, dichtes Bild ohne Rillen, sehr verbreitet. Körnung etwa 1,5 bis 4 mm.

Rillenputz

Sonderform des Reibeputzes: Wenige große, runde Körner werden beim Reiben mitgezogen und hinterlassen rillen- oder wurmförmige Vertiefungen.

Gezeichnete Darstellung, keine Fotos. Wie eine Struktur in Ihrem Farbton wirkt, zeigt am besten eine Musterfläche am Gebäude. Quelle der Beschreibungen: Baunetz Wissen, Verputztechniken und Putzoberflächen, Stand Oktober 2026.

Außenputz erneuern: muss ich dann dämmen?

Oft ja. Wird bei einem älteren Gebäude der Außenputz auf mehr als 10 Prozent der Außenwandfläche erneuert, verlangt das GModG (vormals GEG) in der Regel, dass die Wand danach einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K) erreicht (Wohngebäude). Ausnahmen gibt es unter anderem für Wände, die nach 1983 bereits energetisch errichtet oder erneuert wurden.

Quelle: § 36 GModG mit Anlage 7, Stand Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Ob die Pflicht greift, klären wir mit Ihnen am Objekt. Mehr dazu auf unserer Seite Wärmedämmung mit WDVS.

Wie steht es um Ihre Fassade?

Beantworten Sie ein paar kurze Fragen zu Ihrer Fassade und erhalten Sie eine erste Einschätzung, welche Arbeiten sinnvoll sein könnten. Am Ende können Sie direkt eine Anfrage stellen.

Zum Fassaden-Check
  1. Schritt 1

    Fassade begutachten

    Wir prüfen Haftung, Risse, Hohlstellen, Feuchte und Bewuchs und nehmen Aufmaß.

  2. Schritt 2

    Putzsystem wählen

    Putzart, Struktur, Korngröße und Farbe stimmen wir auf Untergrund, Lage und Architektur ab, auf Wunsch mit Musterfläche.

  3. Schritt 3

    Untergrund vorbereiten

    Reinigen, Fehlstellen schließen, Risse überarbeiten, grundieren. Bei Bedarf eine Armierungsschicht mit Gewebe.

  4. Schritt 4

    Verputzen

    Unterputz und Oberputz bei geeigneter Witterung, die Struktur einheitlich über die ganze Fläche.

  5. Schritt 5

    Anstrich und Abnahme

    Falls vorgesehen, der Fassadenanstrich. Danach Begehung, Dokumentation und Übergabe.

Für Privatkunden

Ihre Fassade hat Risse, ist verschmutzt oder einfach in die Jahre gekommen? Wir sehen uns den Zustand an und erklären Ihnen, ob eine Überarbeitung genügt oder ein neuer Putz sinnvoll ist. Ein erster Schritt ist unser Fassaden-Check.

Informationen für Hausbesitzer

Für Auftraggeber und Ausschreibungen

Für Bauträger, Hausverwaltungen und öffentliche Bauherren führen wir Putz- und Fassadenarbeiten nach Leistungsverzeichnis aus, auch in Bauabschnitten und mit Rücksicht auf laufenden Betrieb. Musterflächen, Aufmaß und Dokumentation stimmen wir mit der Bauleitung ab.

Informationen für Auftraggeber
Eingerüstete Häuserzeile an einer Straße während der Fassadenarbeiten
Baustelle der Starlux GmbH: eingerüstete Fassade
Gedübelte Dämmplatten eines Wärmedämmverbundsystems an einer Fassade, darüber die Gerüstlage
WDVS-Baustelle der Starlux GmbH: Dämmplatten mit Dübeln (Theodor-Heuss-Gymnasium)
Rolle auf einer hell verputzten Wandfläche

Häufige Fragen

Fragen zu Außenputz und Fassade

Was ist der Unterschied zwischen Silikat- und Silikonharzputz?

Silikatputz ist mineralisch gebunden, sehr diffusionsoffen und durch seine Alkalität von Natur aus wenig anfällig für Bewuchs. Silikonharzputz ist stark wasserabweisend, ebenfalls diffusionsoffen und in vielen Farbtönen erhältlich. Welcher besser passt, hängt vom Untergrund, von der Lage der Fassade und vom gewünschten Erscheinungsbild ab.

Welche Putzstruktur ist pflegeleicht?

Feinere, gleichmäßige Strukturen wie ein Scheibenputz bieten Schmutz weniger Halt als tiefe Rillen. Wichtiger als die Struktur sind aber ein Dachüberstand, ein Spritzwasserschutz am Sockel und ein Putz, der zur Lage der Fassade passt.

Wann ist die richtige Zeit zum Verputzen?

Außenputz braucht frostfreie, trockene Witterung ohne pralle Sonne und starken Wind. Die Mindesttemperaturen geben die Hersteller vor. In der Regel wird deshalb vom Frühjahr bis in den Herbst verputzt, die genaue Planung stimmen wir mit Ihnen ab.

Muss die Fassade bei Rissen komplett neu verputzt werden?

Nicht unbedingt. Feine Risse in der Oberfläche lassen sich oft mit einer Armierung und einem neuen Oberputz oder Anstrich überarbeiten. Hohl liegender oder großflächig geschädigter Putz muss dagegen entfernt werden. Wir prüfen vor Ort, welche Lösung dauerhaft hält.

Muss ich dämmen, wenn ich nur den Putz erneuern lasse?

Oft ja. Wird bei einem älteren Gebäude der Außenputz auf mehr als 10 Prozent der Außenwandfläche erneuert, verlangt das GModG (vormals GEG) in der Regel eine Dämmung bis zu einem U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K). Ausnahmen gibt es zum Beispiel für Wände, die nach 1983 bereits energetisch errichtet oder erneuert wurden. Quelle: § 36 und Anlage 7 GModG, Stand Oktober 2026.

Kann ich vorher sehen, wie Struktur und Farbe wirken?

Ja. Farbe und Struktur wirken an der Fassade anders als auf einer kleinen Karte. Deshalb empfehlen wir eine Musterfläche am Gebäude, bevor die ganze Fläche ausgeführt wird.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an unter 0911 6437898 oder sehen Sie in unsere häufigen Fragen.

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