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Untergrund: die bestehende Außenwand
Ziegel, Kalksandstein, Beton oder ein tragfähiger Altputz: Das WDVS wird auf die vorhandene Wand gesetzt. Ungedämmte Außenwände im Altbau erreichen typischerweise U-Werte von etwa 1,5 bis 2,0 W/(m²K), gut gedämmte Wände etwa 0,10 bis 0,20.
- Tragfähigkeit, Ebenheit und Feuchte werden vorab geprüft
- Lose oder hohl liegende Altputze werden entfernt
- Ursachen von Feuchte werden vor dem Dämmen geklärt
Quelle: Zukunft Altbau, Fassade dämmen (abgerufen 31.10.2026) (neues Fenster)
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Klebemörtel: verbindet Platte und Wand
Der Klebemörtel hält die Dämmplatten am Untergrund. Je nach System wird er als umlaufender Randwulst mit Klebepunkten aufgetragen oder vollflächig, etwa mit der Zahntraufel auf ebenen Untergründen.
- Der Randwulst verhindert, dass Luft hinter den Platten strömt
- Kleinere Unebenheiten des Untergrunds werden im Kleber ausgeglichen
- Kleber, Platte, Dübel und Putze stammen aus einem geprüften System
Systemgedanke: VDPM, Technische Systeminformation WDVS und Brandschutz (03/2018)
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Dämmplatte: der eigentliche Wärmeschutz
Die Dämmplatten sorgen dafür, dass weniger Wärme durch die Wand nach außen geht. Gängig sind Polystyrol (EPS), Mineralwolle, Holzfaser und Mineralschaum. Um den gesetzlichen Höchstwert für Außenwände von 0,24 W/(m²K) zu erreichen, sind je nach Dämmstoff typischerweise etwa 14 bis 18 cm nötig. Maßgeblich ist die Berechnung für die konkrete Wand.
- Platten im Verband verlegt, Fugen dicht gestoßen
- Keine Plattenfugen in der Verlängerung von Fenster- und Türecken
- Bei EPS über 100 mm Dicke gehören Brandriegel aus nichtbrennbarer Mineralwolle dazu, je nach System
Quellen: ThEGA-Faktenblatt Dämmstoffe (05/2025), GModG Anlage 7, VDPM (03/2018). Stand 31.10.2026 (neues Fenster)
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Dübel: zusätzliche mechanische Befestigung
Je nach Untergrund, Gebäudehöhe und System werden die Platten zusätzlich zur Verklebung mit Tellerdübeln im Mauerwerk verankert. Anzahl und Anordnung legt das Dübelschema des Systems fest.
- Dübel bündig oder versenkt mit Dämmstoffdeckel gesetzt
- So zeichnen sich die Dübel später nicht als Punkte in der Fassade ab
- Auf manchen Untergründen genügt laut System die Verklebung allein
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Armierungsmörtel mit Gewebe: gegen Risse
Auf die Dämmplatten kommt eine Armierungsschicht. In den frischen Armierungsmörtel wird ein Gewebe eingebettet. Es nimmt Spannungen aus Temperatur und Bewegung auf und mindert so Risse im fertigen Putz.
- Gewebebahnen überlappend eingebettet, nicht nur aufgelegt
- Diagonale Zusatzstreifen an Fenster- und Türecken
- Kanten mit Gewebewinkeln verstärkt
Quelle: Zukunft Altbau, Fassade dämmen (abgerufen 31.10.2026) (neues Fenster)
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Oberputz: Wetterschutz und Gesicht der Fassade
Der Oberputz schützt das System vor Regen und bestimmt das Aussehen: Kratzputz, Reibeputz, Rillenputz oder Scheibenputz, mineralisch oder mit Silikat, Silikonharz oder Kunstharz gebunden, in vielen Farbtönen.
- Struktur und Korngröße prägen die Optik
- Bindemittel nach Lage, Feuchte und Wunsch gewählt
- Farbton vorher abstimmen, sehr dunkle Töne heizen sich stärker auf
Quelle Strukturen: Baunetz Wissen, Verputztechniken und Putzoberflächen (neues Fenster)
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Anstrich: optionale Schlussbeschichtung
Je nach System und Putz folgt ein Fassadenanstrich. Er gleicht den Farbton aus und ergänzt den Schutz der Oberfläche. Gedämmte Fassaden kühlen nachts stärker ab, dadurch bildet sich häufiger Tauwasser, das Algenbewuchs fördern kann. Passende Putze und Anstriche sowie Dachüberstände verringern das Risiko.
- Farbe passend zum Putzsystem gewählt
- Auch später als Auffrischung der Fassade möglich
Quelle Algen: Fraunhofer IBP (2016) (neues Fenster)